Sonntag, 6. Januar 2019
Die Gastnehmer - inspiriert von Katja
Eine geheimnisumwobene, selten zitierte Spezies, die, ein vermeintliches Schattendasein führend, dennoch zahlreich unter uns weilt, die Gastnehmer. Ehe man sich's versieht, wird man ungewollt selbst zu einem - und zwar so:
Das Gegenstück vom Nehmen ist Geben, also auch vom Nehmer Geber, erweitert ebenso vom Gastnehmer Gastgeber. Gastgeber ist ein sehr interessantes Wort. Im Normalfall gibt ein Geber etwas, was ihm im Wort vorangestellt ist, z.B. Karten oder ein Ziel vor. Beim Gastgeber ist dies nicht so. Wäre es doch so, gäbe der Gastgeber Gäste, die der Gastnehmer dann nähme.
So ist es allerdings nicht, vielmehr ist der gute Gastgeber auf das Wohl seiner Gäste bedacht, was sich darin ausdrücken kann, dass er ihnen etwas gibt, etwa Aufmerksamkeit, Kuchen oder Bier. D.h. dem Gast wird etwas gegeben, hier wird also dem im Wort vorangestellten etwas gegeben, ein Gastgeber gibt dem Gast, ein Gastnehmer nimmt dem Gast etwas, hoffentlich weder die Ehre oder Würde oder gar die Unschuld (wobei...), sondern vielleicht einfach nur mitgebrachte Geschenke ab. So schnell also kann man eine zusätzliche Beschreibung annehmen - vom alleinigen Gastgeber zum Gastnehmer.
Das Wort Gastgeber kann noch mehr - eine Skatrunde hat keine Lust, alleine die Karten auszugeben, sie lädt sich also einen Gastgeber ein, um sich dieser Tätigkeit zu entledigen. Dieser Geber ist nur dann ein Gastgeber, wenn er zu Gast ist. Gleichzeitig spielt er nicht mit, seine Bezeichnung wäre sonst irreführend. Ein Croupier spielt ebenso nicht mit, er gibt nur Karten und ist sicher kein Gast im Casino, eher der Gastgeber. Ein Croupier ist also Gast-Geber, ohne Gast zu sein, eine wirklich seltene Spezies, weit rarer als die Gastnehmer.

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Mittwoch, 8. Juni 2016
Warum denn eigentlich?
Wollte ich schon lange mal!
Unbefriedigend? Warum? Also gut, etwas mehr Info...
Die Deutsche Sprache hält die ein oder andere Tücke, Überraschung und auch unabsichtliche Komik bereit, mit der sich trefflich spielen läßt, um daraus absichtlich Abgründiges, Unerwartetes oder Komisches zu generieren.
Soweit, so langweilig? Der Blog verfolgt keinen besonderen Zweck, noch langweiliger?
Hoffentlich nicht, aber wenn doch, dann ist das eben so. Nicht etwa ebenso.
Spielen, nicht Arbeiten, darum geht es, und wie der Name des Blogs bereits andeutet, soll dieser keinen Zwängen unterliegen, der Übersichtlichkeit halber aber doch in Themen unterteilt sein.
Viel Vergnügen, und bitte kommentieren, intellektuell, wenn ich bitten darf...
Meine Idee ist, in unregelmäßigen Abständen, mehr läßt mein Beruf nicht zu, etwas zu schreiben. Mal seh'n, wie sich der Blog entwickelt.

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